Das tut weh

Negative Gedanken in Mitgefühl verwandeln

Wir zerstören Vernünfteleien und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen alles Sinnen in den Gehorsam gegen Christus gefangen (2. Korinther 10,5)

Es ist nur natürlich, dass wir Annahmen über andere Menschen treffen. Doch leider neigen wir dazu, allzu oft das Negative anzunehmen. Ich selbst habe erfahren, wie schnell das passiert, und bete oft darum, dass Gott mich bereits beim ersten kritischen oder selbstgerechten Gedanken über andere stoppt. Denn wir wissen: Solche Gedanken entsprechen nicht der Schrift. Sie spiegeln nicht wider, wer Jesus ist. Selbst wenn unsere Wahrnehmungen faktisch zutreffen mögen, fehlt ihnen oft die Liebe oder Tiefe – und sie berücksichtigen kaum die Gründe, warum ein Mensch sich so verhält oder reagiert, wie er es tut.

Wir alle kennen Situationen, in denen unsere Worte falsch ausgelegt, unsere Handlungen missverstanden oder unsere ehrlichen Bemühungen aus Misstrauen oder Vorurteilen abgelehnt wurden. Das schmerzt. Es kann sehr entmutigend sein. Doch weil wir wissen, wie sich das anfühlt, sollten wir uns fragen: Könnten andere ähnlich empfinden? Und wenn ja, haben wir die Chance, ihr Leid zu lindern.

Deshalb habe ich begonnen, diese negative Gewohnheit in etwas Positives zu verwandeln – indem ich Gott um Seine Perspektive auf die Situation bitte. Er erinnert mich daran, eine Art Spiel zu spielen: das Mitgefühlsspiel. Dabei überlege ich mir mögliche Szenarien oder Gründe, warum das, was mir negativ erscheint, vielleicht ein stiller Hilferuf sein könnte. ‍¹

Der törichte Mensch denkt in törichten Bahnen und deutet alles falsch. Wer jedoch gute Gedanken hegt, bewahrt einen positiven und liebevollen Blick – egal, was er sieht oder hört. – Heiliger Paisios vom Berg Athos

¹ Activated: Das Mitgefühlsspiel ᴰᴱ

Franz Kre

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