Er weiß, dass ein Sturm furchterregend ist
Sooft du durchs Wasser gehst: Ich bin bei dir, und durch Ströme: Sie sollen dich nicht überfluten! (Jesaja 43,2)
Es gibt einen Frieden, den ich kennengelernt habe.
Auch wenn mein Herz und mein Fleisch versagen mögen –
meine Seele hat einen Anker:
Ich kann sagen: „Es ist gut.“
Immer wieder sang ich diese Worte, in der Hoffnung, die Wiederholung würde mir Frieden schenken. Doch ich spürte keinen Frieden. Meine Seele war unruhig, ja sogar von Angst erfüllt. Wo ist Gott in diesem Chaos? Wo ist Gott in dieser Ungewissheit?
Ich bin mir sicher, ich klang genau wie die Jünger Jesu, als sie auf dem See in einen Sturm gerieten. Da fragte Jesus sie: „Warum seid ihr so furchtsam? Wie kommt es, dass ihr keinen Glauben habt?“ Jesus fragte sie das nicht, weil sie Angst vor dem Sturm hatten – sondern weil sie infrage stellten, ob Er sich um sie kümmerte.
Und hier stand ich mit denselben Ängsten: Kümmerst Du Dich nicht, Gott? Doch Gott hat nichts gegen unsere Angst – Er weiß, dass ein Sturm furchterregend ist. Aber Er sagt: Jesus ist mit uns im Boot. Wir müssen nicht zweifeln, ob Er sich kümmert.
Manchmal wird mir alles zu viel; mein Friede entgleitet mir, und wie die Jünger frage ich mich: Kümmerst es Dich wirklich?
Doch natürlich ist Jesus bei mir im Boot. Er kümmert sich. Ich las die Geschichte noch einmal. Ich sang die Zeilen dieses wunderschönen Liedes immer wieder, rief den Frieden in meine Seele zurück – und er kam. ¹
Gottes Frieden ist nicht die Stille nach dem Sturm. Er ist die Beständigkeit mitten darin. – Dr. Michelle Bengtson
¹ Activated: Stürmische See