Er wollte uns retten
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt … Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Matthäus 22,37.39)
Jedes Jahr, wenn Ostern näher rückt, überwältigt mich aufs Neue, was Jesus für uns durchlitten hat: die Qualen, die Angst und den Schmerz in den Stunden vor Seiner grausamen Kreuzigung – ganz zu schweigen von der seelischen Last, zu wissen, was Ihm bevorstand. Ja, Er kannte den Sinn dahinter, doch es war dennoch erschütternd. Tatsächlich bat Jesus darum, dass dieser Kelch an Ihm vorübergehen möge.
Er hätte sich zurückziehen, aufgeben oder Engel rufen können, um Ihn zu befreien. Warum tat Er es nicht? Weil Ihm daran lag, uns zu retten – mehr als daran, den körperlichen Schmerz und die seelische Pein zu beenden.
Er liebte ohne Vorbehalte. Als ein römischer Hauptmann zu Ihm kam und um Heilung für seinen Knecht bat, heilte Jesus ihn ohne Zögern. Er liebte den Hauptmann und seinen Knecht genauso wie jeden anderen Menschen. Die samaritische Frau am Brunnen gehörte einer fremden Kultur an, doch Jesus sah ihr gebrochenes Herz und zeigte ihr, dass sie Gott wichtig war.
Wenn wir Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all unserem Verstand lieben, hören wir ganz natürlich auf das, was Er uns sagt. Wir werden keine anderen Götter über Ihn stellen, Seinen Namen nicht missbrauchen und Ihm die Zeit schenken, die Ihm gebührt.
Es mag Zeiten geben, in denen wir uns verirren, unseren Herrn vernachlässigen oder sogar jede Verbindung zu Ihm leugnen. Doch wie der verlorene Sohn: Wenn wir umkehren und Vergebung suchen, wird unser Vater uns mit offenen Armen empfangen. ¹
Wir verkünden die Auferstehung Christi, wenn Sein Licht unsere dunklen Momente erhellt und wir dies mit anderen teilen. Mit unserer Haltung, unserem Zeugnis und unserem Leben sagen wir: Jesus ist auferstanden! Lasst uns dies mit ganzer Seele bekennen. – Papst Franziskus
¹ Activated: Die Leidenschaft eines Christen ᴰᴱ