Es wirkt in beide Richtungen
Und das ist die Zuversicht, die wir zu Ihm haben: Er hört uns, wenn wir etwas nach Seinem Willen bitten. (1. Johannes 5, 14)
Das Leben ist voller Schwierigkeiten und Herausforderungen. Irgendwann erleben wir alle Momente tiefer Verzweiflung. Solche Situationen führen uns zum Gebet – doch oft fühlen wir uns gerade dann mit unseren Bitten überfordert: manchmal, weil wir aus der Übung sind; manchmal, weil wir zweifeln, ob unser Glaube stark genug ist; manchmal, weil wir uns unwürdig fühlen, Gottes Hilfe zu empfangen; und manchmal, weil wir fürchten, selbst unsere innigsten Gebete könnten nicht ausreichen. Gerade dann schätzen wir die Liebe, das Mitgefühl und die Fürbitte anderer am meisten.
Doch es wirkt in beide Richtungen. Für andere in ihrer Not da zu sein und unsere Liebe durch Gebet zum Ausdruck zu bringen – das sind zwei der tiefsten und wirksamsten Wege, das Gebot der Nächstenliebe zu leben: Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest.
Für andere zu beten ist nicht nur richtig, sondern auch das Klügste, was wir tun können. Nichts, was wir für einen Mitmenschen tun können, ist so kostbar und zugleich so weitreichend wie das Gebet. Natürlich kann Gott uns zeigen, dass es noch mehr gibt, was wir tun können, um bei der Lösung eines Problems zu helfen – doch unsere erste Reaktion auf jede Not sollte das Gebet sein.
Denken wir daran, wenn das nächste Mal ein geliebter Mensch oder ein Nachbar unsere Fürbitte braucht. Und wie Jesus uns lehrte: Unser Nächster ist jeder, der unsere Hilfe benötigt. ¹
Gib mir Glauben, Herr, und lass mich anderen helfen, ihn zu finden. – Leo Tolstoi
¹ Activated: Das schönste Geschenk ᴰᴱ