Gebet ist unverzichtbar
Seht euch die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; doch ich sage euch: Selbst Salomo in all seiner Pracht war nicht so gekleidet wie eine von ihnen. (Matthäus 6,28–29)
Ich saß im Wohnzimmer eines Freundes, als mir einige tiefrote Blumen in einer Vase auf dem Couchtisch auffielen. Ihre Schönheit zog mich ganz in ihren Bann. Während ich sie betrachtete, meinte ich, Gottes Stimme zu hören: „Ich möchte, dass du wie diese Blumen bist.“
Wenn die Lilien sich nicht abmühen, warum tue ich es dann? Ich glaube, ich fange damit an, sobald ich meinen Blick von Gott abwende und aufhöre, Sein Licht und Seine Herrlichkeit widerzuspiegeln. Dann versuche ich, alles aus eigener Kraft und in aller Eile zu schaffen, und komme dabei unversehens vom Weg ab. Die Dinge entwickeln sich nicht mehr so, wie ich es mir erhoffe.
Eine Blume strahlt, indem sie Gottes Herrlichkeit widerspiegelt. Sie wiegt sich sanft im Wind, lächelt den Vorübergehenden zu und zeigt ihnen die Liebe, die Gott ihr geschenkt hat. Eine Blume ist nicht untätig; sie nimmt ständig das Licht der Sonne auf und verwandelt es in Kraft zum Wachsen.
Im Gebet mit Gott verbunden zu bleiben, ist unverzichtbar, wenn wir wachsen und erblühen wollen wie die Lilien auf dem Feld. Und natürlich tragen viele Blumen auch Früchte! Wenn wir also Frucht bringen wollen, sollten wir uns Zeit nehmen, Gottes Licht aufzunehmen und zuzulassen, dass Sein Geist in uns und in anderen Frucht hervorbringt. ¹
Gott bei der Arbeit zu dienen heißt, mit einem dankbaren, freudigen Herzen zu arbeiten, das durch das Evangelium verwandelt wurde – durch alle Höhen und Tiefen hindurch; mit dem Wind zu tanzen, im Regen zu lächeln und dem eigenen Ich zu sterben, damit andere leben können. – Timothy Keller.
¹ Activated: Wie die Blumen