Gib es für Jesus auf
Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will jemand mein Nachfolger sein, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich. (Matthäus 16,24)
Paulus sagte: „Doch mein Leben ist mir nichts wert, wenn ich es nicht dafür einsetze, den Auftrag zu erfüllen, den mir der Herr Jesus gegeben hat – nämlich anderen die frohe Botschaft von der wunderbaren Gnade Gottes zu verkünden.“ Was Paulus’ Leben Wert verlieh, war in seinen Augen nicht die Aussicht auf ein langes und bequemes Leben, sondern die Erfüllung der Aufgabe, die Gott ihm anvertraut hatte.
Als Jesus Seinen Jüngern sagte, dass sie, wenn sie Ihm nachfolgen wollten, sich selbst verleugnen und ihr Kreuz auf sich nehmen müssten, vermute ich, dass die Jünger Seine Worte nicht sofort vollständig begriffen. Schließlich hatte Jesus Sein eigenes Kreuz im wörtlichen Sinne noch nicht auf sich genommen. Erst als sie später über Seine Worte nachdachten, erkannten sie deren ganze Tiefe.
In derselben Rede fuhr Jesus fort: „Wer sein Leben festhalten will, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben um meinetwillen aufgibt, der wird es retten.“ Ich habe festgestellt, dass es für mich wichtig ist, mich regelmäßig zu fragen, ob ich versuche, mein Leben festzuhalten – oder es für Jesus hinzugeben.
Das bedeutet nicht, dass ich das Riskanteste oder Schmerzvollste tun muss, was mir in den Sinn kommt, sondern vielmehr, dass ich sicherstelle, mich nicht davor zu scheuen, was Gott von mir verlangt – was es auch sein mag. ¹
Freude und Verzicht sind zwei Seiten derselben Medaille. Wenn wir uns an unserer himmlischen Hoffnung freuen wollen – daran, dass unser Lohn im Himmel groß ist –, dann nur, weil wir letztlich unsere eitlen Hoffnungen auf die Dinge dieser Welt losgelassen haben. – Jonathan Parnell
¹ Anker: Sich selbst verleugnen ᴰᴱ