Glaube und Hoffnung

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, damit ihr immer reicher an Hoffnung werdet durch die Kraft des Heiligen Geistes! (Römer 15,13; MEB2020)

Jesus wusste im Voraus, dass Er leiden und sterben würde – und dass Er von den Toten auferstehen würde. Diese Gewissheit, dass Er auferstehen werde, nennt die Bibel „Hoffnung“.

Heute verstehen wir unter „Hoffnung“ meist den Wunsch, dass etwas eintreten möge. Die Bibel verwendet das Wort zwar manchmal in diesem Sinne, doch viel häufiger meint sie damit etwas Tieferes: eine feste Zuversicht.

Denn die biblische Hoffnung ist wie eine unerschütterliche Gewissheit. Sie gründet in der Tatsache, dass Jesus auferstanden ist. Sein Tod und Seine Auferstehung geben uns die Sicherheit, dass auch wir eines Tages auferstehen werden.

Glaube und Hoffnung sind eng miteinander verbunden. Die Gewissheit der Hoffnung entsteht durch unseren Glauben an Gott. Hoffnung im biblischen Sinn richtet sich auf die Zukunft – sie ist die feste Überzeugung, dass Gottes Verheißungen in Erfüllung gehen werden. Vielleicht ist es noch nicht geschehen, aber wir wissen: Es wird kommen.

Unser Glaube stützt sich auf diese Gewissheit der Hoffnung. Die Bibel nennt sie „einen sicheren und festen Anker der Seele“. Wir vertrauen darauf, dass Gottes Verheißungen wahr sind, auch wenn wir ihre volle Erfüllung noch nicht sehen. Dazu gehören die Zusagen der Vergebung, der Rettung und der Ewigkeit mit Ihm. ¹

Die Hoffnung ist der Same, aus dem ein blühender Garten des Glaubens und der Liebe erwächst. – Hl. Johanna Franziska von Chantal

¹ Anker: Unsere Hoffnung in Jesus

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