Herausfordernde, widrige Umstände
Wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, da wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bewirkt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung. (Römer 5,3–4)
Die Bibel ist voller wahrer Geschichten, die uns in ihren Bann ziehen. Viele davon handeln von widrigen, schwierigen Umständen – Situationen, die die Beteiligten gewiss nicht selbst gewählt hätten. Doch ohne diese Herausforderungen gäbe es diese Erzählungen nicht.
In Apostelgeschichte 16 lesen wir, wie Gott Paulus und Silas in Philippi gebrauchte, um eine Wahrsagerin von dem bösen Geist zu befreien, der sie beherrschte. Dies führte dazu, dass ihre Herren einen erheblichen finanziellen Verlust erlitten. Empört beschwerten sie sich bei den Stadtoberen, woraufhin Paulus und Silas ausgepeitscht und ins Gefängnis geworfen wurden. Eine solche Behandlung hätten sie sich sicher nicht ausgesucht. Doch statt zu verzagen, lobten sie Gott mit lauten Gesängen. Daraufhin sandte der Herr ein Erdbeben, die Gefängnistore öffneten sich und die Fesseln aller Gefangenen fielen ab.
Der Gefängniswärter, der annahm, alle Gefangenen seien geflohen, wollte sich bereits das Leben nehmen. Doch Paulus rief ihm zu, dass niemand entkommen sei. Der Mann warf sich vor den beiden Dienern Gottes nieder und fragte: „Was muss ich tun, um gerettet zu werden?“ Sie verkündigten ihm das Evangelium, er nahm sie in sein Haus auf, versorgte ihre Wunden und ließ sich mit seiner ganzen Familie taufen.
Dieses Beispiel zeigt: Herausfordernde, widrige Umstände geben unserem Leben erst Tiefe und Bedeutung. Ohne sie wäre es farblos und ohne Geschichte. Wie ein Sprichwort sagt: „Ohne Prüfung gibt es kein Zeugnis.“ ¹
Großer Glaube entsteht durch große Kämpfe. Große Zeugnisse sind die Frucht großer Prüfungen. Große Triumphe erwachsen aus großen Herausforderungen. – Smith Wigglesworth
¹ Anker: Was eine gute Geschichte ausmacht ᴰᴱ