Denn du bist mein Schutz und bewahrst mich vor Angst und Sorgen. Du lässt mich über meine Rettung jubeln. (Psalm 32,7, NLB)
Zu Beginn des Jahres lag mein Leben in Trümmern. Unser Bankkonto war beinahe leer, und gesundheitliche Probleme zeichneten sich ab. Tag für Tag beherrschte die Angst meine Gedanken. Wie sollte ich da dankbar sein?
Zuflucht – dieses Wort hörte ich so deutlich in meinem Inneren, als hätte es jemand laut zu mir gesagt. Ich brauchte einen Ort, an dem ich Schutz fand. Früher konnte man innerhalb der Mauern einer geweihten Kirche Zuflucht suchen. Solange man auf dem Kirchengelände blieb, wurde dieses Zufluchtsrecht gewöhnlich geachtet.
Doch was hatte das mit mir zu tun? Auch ich war auf der Flucht. Meine Ängste erschienen mir so bedrohlich wie die Verfolger eines Flüchtenden im Mittelalter. Ihnen zu entkommen, schien unmöglich. Und doch gibt es eine Zuflucht. „Der Name des HERRN ist ein starker Turm; der Gerechte läuft dorthin und ist in Sicherheit“ (Sprüche 18,10).
Sicherheit! Was für ein wunderbares Wort. Im starken Turm Jesu finde ich Ruhe und Kraft. Dort kann ich mit dem Retter über alles sprechen, und Er zeigt mir, wie ich mit jedem Problem und jeder Angst umgehen kann. Und meine Sorgen? Sind sie nicht immer noch da? Doch wenn ich eine Weile an diesem Zufluchtsort verweilt habe, verlieren sie ihren Stachel. Es gibt nichts, was Jesus und ich gemeinsam nicht bewältigen können. Und das Schönste ist: Ich kann dorthin zurückkehren, sooft ich es brauche. ¹
Sicher in Jesu Armen, sicher an seiner Brust,
ruhend in seiner Liebe, da find ich Himmelslust.
Mit holder Hirtenstimme ruft mir mein Heiland zu:
"Lass ab vom eignen Ringen, an meinem Herzen ruh!"
Sicher in Jesu Armen, sicher an seiner Brust,
ruhend in seiner Liebe, da find ich Himmelslust.
– Engl. Original von Fanny Crosby, 1868
– Deutsche Version von Dora Rappard (1875)
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