Innehalten und ruhen
Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Gewässern. Er erquickt meine Seele. (Psalm 23,2–3)
Die Pilgerreise des christlichen Lebens ist ein beständiger Aufstieg. Doch es gibt kleine Hochebenen, auf denen du verweilen, Atem schöpfen und dich erholen kannst – ja, sogar Orte längerer Rast, an denen du neue Kraft sammelst, bevor du weitergehst. Auch wenn der Weg beschwerlich und ermüdend sein mag, schenke Ich dir diese Ruheplätze, die du genießen darfst, und Zeiten der Erholung, in denen du dich stärken kannst. Vergiss nicht, wie wichtig es ist, an diesen Stellen innezuhalten und zu ruhen.
Von diesen Aussichtspunkten aus kannst du über das Tal blicken und den atemberaubenden Anblick in dich aufnehmen: die majestätischen Berge, den weiten Himmel, die Wälder und die ganze Schöpfung. Dieser Anblick wird dich inspirieren, ermutigen und dir Raum geben, über deinen Weg und deine Ziele nachzudenken.
Doch im hektischen Alltag fällt es oft schwer, diese Plateaus und Aussichtspunkte bewusst zu nutzen – um auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen. Dabei sind diese Zeiten so wichtig: nicht nur, um den Aufstieg und die Schönheit der Umgebung zu genießen, sondern auch, um dich zu erfrischen und gestärkt weiterzugehen.
Die Zeiten ändern sich, die Umstände wandeln sich, das Wetter schlägt um, und selbst die Bedingungen am Berg sind nicht immer gleich. Halte dich an das Bergsteigerhandbuch und bitte Mich, dich durch die wechselnden Situationen zu führen. – Jesus ¹
Gott ist in diesen Momenten der Ruhe gegenwärtig und kann uns in einem einzigen Augenblick genau das schenken, was wir brauchen. – Hl. Theresia Benedicta vom Kreuz
¹ Activated: Dein eigenes Tempo finden