Lerne es zu schätzen.
Der Herr ist gütig zu denen, die auf ihn harren, zu der Seele, die ihn sucht. Es ist gut, wenn man stillschweigend auf das Heil des Herrn wartet. (Klagelieder 3,25–26)
Sollte eine Ihrer Entscheidungen scheinbar zu einem negativen Ergebnis geführt haben oder nicht Ihren ursprünglichen Vorstellungen entsprechen, bedenken Sie, dass sich ihre volle Tragweite womöglich noch gar nicht offenbart hat. Was zunächst wie ein Stein oder eine Schlange anmutet, mag sich letztlich als Brot erweisen – oder gar als opulentes Drei-Gänge-Menü. Oder, wie es jemand treffend formulierte: „Am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.“ Dieses Prinzip bewahrheitet sich zweifelsohne für alle, die den Herrn lieben und bei Ihm Führung suchen, denn Er hat verheißen, letztlich stets alles zu unserem Besten zu wenden.
Es liegt in der menschlichen Natur, rückblickend manche unserer Taten zu bereuen oder uns zu wünschen, wir hätten anders gehandelt. Gott hat dafür vollstes Verständnis und begegnet uns mit Mitgefühl. Es wäre jedoch ein Trugschluss, das Gute zu übersehen, das ebenfalls aus diesen Erfahrungen erwachsen ist – die Weisheit, die Reife und all die anderen gewonnenen Erkenntnisse, die maßgeblich dazu beigetragen haben, unseren Charakter zu formen und uns auf Künftiges vorzubereiten.
Wenn Sie Ihren Blick auf die Vergangenheit richten, bemühen Sie sich bewusst, sich Ihre Segnungen vor Augen zu führen. Erinnern Sie sich an jene „wahren, edlen, gerechten, reinen und liebenswerten“ Dinge, die ebenso die Geschichte Ihres Lebens ausmachen. Danken Sie Gott für die klugen Entscheidungen, die Sie in der Vergangenheit getroffen haben, ebenso wie für jene, bei denen Er Ihnen richtungsweisend zur Seite stand und künftig zur Seite stehen wird. ¹
„Wir alle begehen Fehler, durchleben Kämpfe und bereuen sogar Dinge aus unserer Vergangenheit. Doch Sie sind nicht Ihre Fehler, Sie sind nicht Ihre Kämpfe, und Sie sind JETZT hier – ausgestattet mit der Macht, Ihren Tag und Ihre Zukunft selbst zu gestalten.“ – Steve Maraboli
¹ Anker: Lass die Schuldgefühle hinter dir ᴹᵃⁱˡ