Niemals versagend

Er allein ist mein Fels und meine Hilfe, meine Burg, in der mir nichts geschehen kann (Psalm 62,3).

Als ich in der Schweiz war, blickte ich oft auf den schönen See und die umliegenden Berge. Ein Berg stach mir besonders ins Auge. Er ragte wie ein gewaltiger Fels empor, und jeden Morgen betrachtete ich ihn und staunte, wie majestätisch er sich über den See erhob.

An manchen Tagen war der Himmel blau und klar, und der Berg schien so nah, als könnte man ihn berühren. An anderen Tagen war die obere Hälfte des Berges in Wolken gehüllt, und alles, was zu sehen war, waren die Bäume, die halb den Hang hinaufreichten, während der Rest verborgen blieb. Wieder an anderen Morgen war es wegen des Nebels überhaupt nicht möglich, den Berg zu sehen.

Ich dachte an eine Reihe von Freunden und die verschiedenen Erfahrungen und Herausforderungen, denen sie gegenüberstanden. Als ich an sie und an so viele andere dachte, die mit Unsicherheit konfrontiert sind, erinnerte ich mich an das, was ich in den vorherigen Tagen am Berg beobachtet hatte.

Manchmal ist unser Leben hell und sonnig; Gottes Segen ist uns sehr deutlich. Zu anderen Zeiten, wenn die Spitze des Berges in Wolken gehüllt ist, ist es etwas schwieriger, Seine Gegenwart zu sehen oder zu spüren, und im dichten Nebel der Unsicherheit kann man sich fragen, ob Er überhaupt da ist. Doch Er ist wie der Berg – auf Seiner Seite hat sich nichts verändert. Er ist da: fest, unerschütterlich, immer liebend, immer fürsorglich, niemals versagend. Gott ist da, immer. ‍¹

Wir müssen nie über die Weite zu einem abwesenden Gott rufen. Er ist näher als unsere eigene Seele, näher als unsere geheimsten Gedanken. – A. W. Tozer

¹ Activated: Der Felsen‍ ‍ᴹᵃⁱˡ

Franz Kre

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