Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken … denn der Herr wird deine Zuversicht sein. (Sprüche 3,25–26)
Gestern war das Meer noch ruhig. Du hattest dir fest vorgenommen, auf das offene Meer hinauszusegeln – nichts sollte dich aufhalten. Dein Herz war bereit, dein Mut groß. Deine Hände umklammerten das Ruder, und eine sanfte Brise beruhigte deinen Geist. Du hieltest Kurs.
Doch heute … scheint die Dunkelheit der letzten Nacht gesiegt zu haben. Regen peitscht gegen dein Schiff. Hohe Wellen türmen sich vor dir auf. Der Nebel nimmt dir die Sicht, sodass du kaum bis zum Bug sehen kannst. Doch du musst den Weg nicht sehen. Du weißt, was dich vorantreibt – dasselbe, was dir gestern Frieden gab.
Das ist Glaube: die Gewissheit dessen, was du nicht siehst. Er trägt dich auch durch diesen Sturm. Er sagt dir, dass die Sonne eines Tages wieder durch die dunklen Wolken brechen wird. Diese Gewissheit gibt dir Halt und weist dir den Weg. Vor deinem inneren Auge entsteht ein Bild: der Himmel über dir, das Meer unter dir und du mittendrin. Dort bist du geborgen – sicher im Glauben. ¹
„Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Furcht ist, sondern der Triumph über sie. Der Mutige ist nicht der, der keine Angst kennt, sondern der, der diese Angst besiegt.“ – Nelson Mandela
¹ Engl. Original: Be of Good Courage ᴰᵉᵘᵗˢᶜʰ ᵛᵒⁿ ᶠʳᵃⁿᶻ