Wir brauchen mehr Einfühlungsvermögen
Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden. (Römer 12,15)
Letzten Sonntag sah ich ein Interview, in dem der Gast gefragt wurde: „Was ist heute die größte Not in der Welt?“ Ohne zu zögern antwortete er: „Mitgefühl. Die Welt braucht mehr Mitgefühl.“
Mitgefühl bedeutet, sich in die Lage eines anderen zu versetzen.
Mitgefühl heißt, jemandem den Vorteil des Zweifels zu gestehen.
Mitgefühl bedeutet, sich bewusst zu machen, dass jeder seine eigene Geschichte hat.
Mitgefühl hilft uns, besser zuzuhören und weniger schnell zu urteilen.
Mitgefühl lässt uns nach Verständnis streben und vorschnelle Verurteilungen vermeiden.
In einer Zeit, in der Menschen oft vorschnell über Situationen urteilen, die ihnen auf dem Bildschirm begegnen, brauchen wir mehr Mitgefühl.
Wenn es zur Gewohnheit wird, andere zu verurteilen, zu demütigen oder schlecht über sie zu reden, ohne sie überhaupt zu kennen, brauchen wir mehr Mitgefühl.
Wenn wir zulassen, dass Angst Mauern zwischen uns errichtet, brauchen wir mehr Mitgefühl.
Und wenn wir Jesus mehr Raum in unserem Denken und Handeln geben wollen, brauchen wir mehr Mitgefühl. ¹
Bevor du jemanden kritisierst, frage dich: „Welcher meiner Fehler ähnelt dem, den ich gerade anprangere?“ – Marc Aurel (121–180)
¹ Activated: Gelebtes Einfühlungsvermögen