Die Freiheit, Gott zu suchen

Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt, so sehnt sich meine Seele nach Dir, o Gott. Meine Seele dürstet nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und vor Ihm stehen? (Psalm 42,2–3 MB20)

Dieses Gebet liegt mir besonders am Herzen, denn es drückt ein tiefes, fast körperliches Verlangen nach Gott aus – wie ein durstiger Hirsch, der unermüdlich nach Wasser sucht. Durst ist kein Gefühl, das man einfach ignorieren kann; er ist ein Grundbedürfnis, das nach Erfüllung verlangt.

Lange Zeit habe ich nicht begriffen, dass das Verlangen nach einer Beziehung zu Gott bereits in mir angelegt ist. Es ist nichts, das ich mir erst erarbeiten müsste, sondern etwas, das ich nur erkennen und annehmen brauche. Jahrelang habe ich mich abgemüht, diese Beziehung zu definieren und zu messen – was bedeutet es überhaupt, Gott „nah“ zu sein?

Doch je mehr wir Ihn kennenlernen, desto klarer erkennen wir Seinen Weg, Seine Wahrheit und Seine Wunder. Und plötzlich begegnet Er uns überall: im strahlenden Sonnenaufgang, im gemeinsamen Lachen und in tiefgründigen Gesprächen, im Genuss einer köstlichen Mahlzeit, in einer herzlichen Umarmung, in ergreifender Musik, in einer Tasse aromatischen Kaffees, in einer leidenschaftlichen, aber respektvollen Diskussion, im anstrengenden Training, in einer aufrichtigen Entschuldigung, in der Lösung eines Problems, in guten wie in weniger guten Nachrichten – und nicht zuletzt in den großen Wendepunkten des Lebens, den Anfängen und Abschieden.

Unser Herz – und dein Herz – hat die Freiheit, Gott zu suchen. Sein Wort verspricht uns: „Ihr werdet Mich suchen und finden, wenn ihr euch mit ganzem Herzen nach Mir ausstreckt.“ Sein Wort ist lebendig, zuverlässig und unveränderlich. Er wünscht sich nur, dass wir Ihn suchen, damit Er uns auf den Weg zu einem erfüllten Leben führen kann.¹

Ich glaube, es gibt einen Moment im Leben, in dem einem klar wird: Ich brauche Gott. Ich brauche Sein Wort und Seine Führung – denn nur Er kann mir den Weg weisen.

– Sylvester Stallone

¹ Activated: Meine Seele dürstet

Previous
Previous

Wenn wir uns weigern, die Hoffnung aufzugeben

Next
Next

Demut befreit uns von Sorgen