Die himmlische Hoffnung

Ich aber will nach dem Herrn ausschauen, will harren auf den Gott, der mir hilft; mein Gott wird mich erhören! (Micha 7,7)

Obwohl bereits in vorchristlicher Zeit Versuche unternommen wurden, Afrika zu umsegeln, gelang die erste erfolgreiche Umrundung erst 1488 dem portugiesischen Seefahrer Bartolomeu Dias. Der Überlieferung zufolge nannte Dias das Kap zunächst „Kap der Stürme“, doch der portugiesische König setzte sich durch und gab ihm den Namen, unter dem es bis heute bekannt ist: „Kap der Guten Hoffnung“ – denn es eröffnete die Aussicht auf eine neue Handelsroute in den Osten.

Der Tod, einst das „Kap der Stürme“, an dem alle irdischen Hoffnungen zerschellten, wurde überwunden, als Jesus am Ostermorgen von den Toten auferstand. Als Maria Magdalena und zwei weitere Frauen in der Morgendämmerung zum Grab kamen, in dem Jesus beigesetzt worden war, wussten sie nicht, wie sie den schweren Stein entfernen sollten, der den Eingang versiegelte. Sie fragten sich, wie sie die Salbung des Leichnams vollenden könnten. Doch als sie das Grab erreichten, war der Stein bereits weggewälzt – und der Leichnam verschwunden.

Maria beginnt ein Gespräch mit einem Fremden im Garten, und ein einziges Wort von ihm durchbricht ihre Verzweiflung: „Maria!“ Sie erkennt die Stimme. Es ist unfassbar, überwältigend, unbegreiflich – und doch steht der lebendige Jesus vor ihr!

Wie jene Entdecker des 15. Jahrhunderts können auch wir durch die Auferstehung Jesu über das „Kap der Stürme“ hinausblicken – auf die Hoffnung des Himmels und das ewige Leben mit Gott. Dieser lebendige Christus ist noch heute gegenwärtig und verheißt uns: „Weil ich lebe, werdet auch ihr leben.“ Darin liegt der Kern unseres Glaubens und der Grund, warum wir Ostern feiern. ‍¹

„Ostern soll ein Symbol der Hoffnung, der Erneuerung und des neuen Lebens sein.“ – Janine di Giovanni

¹ Activated: Von Stürmen und Hoffnungᴰᴱ

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