In Gottes Familie aufgenommen
Weil ihr nun Söhne seid, gab Gott euch den Geist seines Sohnes ins Herz, der „Abba! Vater!“ in uns ruft. Du bist also nicht länger ein Sklave, sondern Sohn! Und wenn du Sohn bist, dann hat Gott dich auch zum Erben gemacht (Galater 4,6–7 NeÜ).
„Abba“ – so nannten im Palästina des ersten Jahrhunderts Söhne und Töchter ihren Vater ein Leben lang. Es war ein vertrautes, herzliches Wort, so wie wir heute „Papa“ sagen. In der aramäischen Sprache, die Jesus und Seine Zeitgenossen sprachen, war es ein Ausdruck der Nähe und Zuneigung.
Jesus selbst gebrauchte dieses Wort im Gebet und lehrte Seine Jünger, es ebenso zu tun; denn es drückt aus, wie eng und innig die Beziehung der Gläubigen zu Gott sein soll – wie die zwischen einem Kind und seinem Vater. Indem Jesus Gott „Abba, Vater“ nannte, zeigte Er, welche persönliche und liebevolle Beziehung wir durch die Erlösung zu Gott haben dürfen. Wir sind Seine Söhne und Töchter – nicht auf dieselbe Weise wie Jesus, aber Kinder, die Gott in Seine Familie aufgenommen hat.
Wenn wir beten, treten wir vor unseren himmlischen Vater – vor Abba. Dieses Wort zu gebrauchen bedeutet, an der gleichen Kindschaft und dem gleichen Erbe teilzuhaben wie Jesus.
Als Kinder, die in Gottes Familie aufgenommen wurden, haben auch wir eine enge Beziehung zum Vater. Wir dürfen eine vertraute und innige Verbindung zu Ihm haben – so wie zu einem liebevollen irdischen Vater. ¹
Jesus Christus öffnet uns die Türen zu Gottes Schatzkammer weit. Er lädt uns ein, mutig einzutreten und die kostbaren Verheißungen in Besitz zu nehmen, die uns gehören. – Corrie ten Boom
¹ Anker: Abbas geliebtes Kind