In Seinem Wesen verwurzelt

In Seinem Wesen verwurzelt

Du bist ein Gott, der bereit ist zu vergeben, gnädig und barmherzig, geduldig im Zorn und reich an beständiger Liebe. (Nehemia 9,17)

Die Evangelien schildern, wie Jesus ausgepeitscht, geschlagen und schließlich ans Kreuz genagelt wurde. Als Er dort hing und dem Tod entgegenging, zählten zu Seinen letzten Worten: „Vater, vergib ihnen.“ Vergebung war Seine Antwort auf einen unfairen Prozess, auf die Geißelung mit einem Peitschenriemen, der die Haut aufriss und unvorstellbare Schmerzen verursachte, auf die Nägel, die durch Seine Hände und Füße getrieben wurden, und auf den qualvollen Tod am Kreuz. Einerseits überrascht Seine Reaktion; andererseits ergibt sie vollkommen Sinn, wenn wir bedenken, was Jesus während Seines Wirkens über Vergebung lehrte. Er predigte sie nicht nur, Er lebte sie – in Seinem Leben und in Seinem Sterben. Er handelte so, wie Er lehrte.

Jesu Vergebung spiegelte die Vergebung Seines Vaters wider. Im Alten Testament, als Gott Sich Mose offenbart, beschreibt Er Sich selbst als „den HERRN, den HERRN, einen gnädigen und barmherzigen Gott, geduldig und reich an Gnade und Treue, der Tausenden Seine Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt“ (2. Mose 34,6–7). Gott machte damit deutlich, dass Vergebung zu Seinen göttlichen Eigenschaften gehört – dass sie in Seinem Wesen verwurzelt ist. Dieser Gedanke zieht sich durch das gesamte Alte Testament.

Wenn wir anderen vergeben für das, was sie uns angetan haben, spiegelt das unser Verständnis von göttlicher Vergebung wider. Wir sollen vergeben, weil uns vergeben wurde. Jesus starb, damit unsere Sünden vergeben werden können, und wir sind aufgerufen, anderen zu vergeben, wenn sie gegen uns sündigen oder uns Unrecht tun.‍ ‍¹

„Wenn wir wirklich lieben wollen, müssen wir lernen zu vergeben.“ – Heilige Mutter Teresa von Kalkutta

¹ Activated:Der Ruf der Vergebung

Franz Kre

adding German translations

Previous
Previous

Nimm Ihn beim Wort

Next
Next

Das „Gesetz der Rendite“