Nimm Ihn beim Wort

Das ist die Zuversicht, die wir zu Ihm haben: Wenn wir etwas nach Seinem Willen bitten, hört Er uns. Und wenn wir wissen, dass Er uns hört – was immer wir Ihn auch bitten –, dann wissen wir auch, dass wir das Erbetene schon empfangen haben. (1. Johannes 5,14–15)‍

Wir kennen die Geschichte von der Heilung des Sohnes eines königlichen Beamten. Als dieser hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er Ihn auf und bat Ihn inständig, mitzukommen und seinen Sohn zu heilen, denn der Junge lag im Sterben. Es war ein dringender Fall. Der Vater flehte: „Herr, komm, bevor mein Kind stirbt!“ Das war ein Glaube, der demütig und beharrlich drängte – und der Herr belohnte ihn. Jesus sagte: „Geh nach Hause, dein Sohn lebt.“ (Johannes 4,47–50)

Da machte sich der Mann auf den Weg. Er hatte nichts anderes, woran er sich halten konnte, als das Wort Christi zu glauben. Er konnte nicht sofort nach Hause eilen, um zu sehen, ob es seinem Sohn besser ging. Es gab keine sichtbare Bestätigung. Er musste schlicht glauben, dass sein Sohn gesund war, weil Jesus es gesagt hatte – und Sein Wort ist wahr. Ach, dass wir doch glauben könnten, dass Christus Seine Verheißungen erfüllt, wenn wir sie in Seinem Namen in Anspruch nehmen, noch bevor wir irgendwelche irdischen Umstände sehen, die diesen Glauben bestätigen!

Wir müssen noch lernen, wie sehr sich der Glaube von dem unterscheidet, was wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen. Wir begrenzen Gott, wenn wir Ihn nur nach menschlichen Maßstäben betrachten. Lasst uns Gott nicht dadurch einschränken, dass wir nach Zeichen oder Wundern verlangen. Nehmen wir Ihn vielmehr beim Wort. Glaubt Seinem kostbaren Wort – es wird euch niemals enttäuschen.‍ ‍¹

Geliebte, nicht unsere langen Gebete bringen die Antwort, sondern unser Vertrauen auf Gott. – D. L. Moody

¹ Anker:‍ ‍ Die Zuversicht dessen, das man erhofft

Franz Kre

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In Seinem Wesen verwurzelt