Jesus predigte nicht nur Demut – Er lebte sie vor
So zieht nun als von Gott Auserwählte, als Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Gütigkeit, Demut, Sanftmut und Geduld an (Kolosser 3,12 Menge 2020)
In der antiken Welt der Griechen und Römer galt Demut als Schwäche. Die damalige Kultur war von Ehre und Schande geprägt – Stolz wurde hochgeschätzt, Demut dagegen verachtet.
Doch Jesus gab der Demut eine völlig neue Bedeutung. Er, der Sohn Gottes, erniedrigte sich selbst und wurde Mensch. Damit zeigte Er: Wenn Selbst Er, der Erhabene, Demut lebte, sollten auch Seine Nachfolger sie als Tugend verstehen. Die ersten Christen lernten durch Sein Vorbild und Seine Worte, Demut als grundlegende Haltung und Wesensmerkmal des christlichen Glaubens zu begreifen.
Jesus predigte nicht nur Demut – Er lebte sie vor. „Wer ist größer: der zu Tisch sitzt oder der dient? Ist es nicht der, der zu Tisch sitzt? Doch ich bin unter euch wie einer, der dient.“ Und Er fügte hinzu: „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“
Wörterbücher definieren Demut oft als Bescheidenheit, als Freiheit von Hochmut oder als das Bewusstsein, nicht besser zu sein als andere. Doch für Christen gewinnt Demut eine tiefere Dimension: Sie erwächst aus unserer Beziehung zu Gott. Weil Er uns bedingungslos liebt, dürfen wir vor Ihm und uns selbst ehrlich sein – mit unseren Stärken wie mit unseren Schwächen. Denn nichts davon verändert Seine Liebe zu uns. ¹
„Demut ist keine Eigenschaft, die man sich aneignen muss – sie entsteht von selbst, wenn man Zeit mit Jesus verbringt.“ – Louie Giglio
¹ Anker: Eine von Demut geprägte Haltung