Meine Verabredungen mit Gott

„Meine Stimme wirst Du am Morgen hören, HERR; am Morgen bringe ich meine Anliegen vor Dich und halte erwartungsvoll Ausschau.“ (Psalm 5,3)‍

Ich beschloss, den Wecker eine halbe Stunde früher zu stellen und mein Andachtsbuch für meine Zeit mit Gott bereitzulegen. Mir war klar, dass mich das frühe Aufstehen Überwindung kosten würde. Dennoch wollte ich es versuchen.

Als der Wecker am ersten Morgen klingelte, raffte ich mich auf, kroch aus dem Bett und tappte schlaftrunken ins Wohnzimmer. Draußen war es noch dunkel, doch die ersten Vögel kündigten mit ihrem klaren Gesang schon den Sonnenaufgang an. Ihr Gesang klang wie ein Lobpreis Gottes und ließ mich darüber nachdenken, wofür ich dankbar war.

Ich nahm mein Andachtsbuch zur Hand und las den Abschnitt für diesen Tag. Er schien wie für mich geschrieben und gab mir wertvolle Anregungen für die arbeitsreiche Woche, die vor mir lag. Dann brachte ich im Gebet alles vor Gott, was auf meiner Aufgabenliste stand, und nahm mir Zeit zur Besinnung. Als die halbe Stunde vorüber war, fühlte ich mich erfrischt und bereit für den Tag.

Seit ich mir jeden Morgen eine halbe Stunde für meine Verabredungen mit Gott nehme, erkenne ich: Wie gut ich bei der Arbeit zurechtkomme, hängt nicht davon ab, ob Probleme, Rückschläge und Hindernisse ausbleiben, sondern davon, wie ich mit ihnen umgehe. Diese Einsicht hilft mir, manche Schwierigkeit gelassener zu nehmen, meine Nerven zu schonen und – davon bin ich überzeugt – besser mit meinen Mitmenschen umzugehen. Die erste Verabredung des Tages gibt mir Kraft, den Stürmen des Lebens standzuhalten, inneren Frieden zu bewahren, klarer zu denken und schwierige Situationen besser zu meistern.‍ ‍¹

„Du und ich können die Welt um uns herum weder verändern noch kontrollieren. Doch wir können die Welt in uns verändern und kontrollieren.“ – Warren Wiersbe

¹ Activated:‍ Erster Versuch, zweiter Versuch!

Franz Kre

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