Wenn wir aus der Hoffnung leben
Meine Seele, harre schweigend auf Gott allein, denn meine Hoffnung kommt von ihm. (Psalm 62,6)
Die Herausforderungen des Alltags fordern unweigerlich viel Zeit und Aufmerksamkeit. Doch die Hoffnung hilft uns, den Blick auf den Herrn und die wunderbare Zukunft mit Ihm gerichtet zu halten. Sie gibt uns Mut und Kraft, auch in Prüfungen dankbar und zuversichtlich zu bleiben – durch alle Höhen und Tiefen des Lebens hindurch.
Wenn wir uns immer wieder vor Augen führen, worauf unsere Hoffnung gründet – dass wir erlöst sind, dass Gottes Geist in uns wohnt, dass Jesus sich für uns hingegeben hat, damit wir Gemeinschaft mit Gott haben können, dass Er uns Tag für Tag nahe ist und dass uns die Ewigkeit mit Ihm verheißen ist –, prägt das unser Denken und Fühlen.
Wer in dieser Hoffnung lebt, weiß, welch herrliches Ziel ihn erwartet, und kann die Lasten des Lebens leichter tragen. Wenn wir uns bewusst machen, was unsere Erlösung bedeutet und welche Gewissheit sie uns schenkt, können wir auch angesichts gegenwärtiger Schwierigkeiten zuversichtlich bleiben. Wir sind auf wunderbare Weise gerettet und werden die Ewigkeit in Liebe, Freude und Frieden mit Gott verbringen.
Mögen wir Tag für Tag aus der Hoffnung leben, die Christus uns schenkt, und sie an andere weitergeben – so, wie Jesus sie an uns weitergegeben hat. ¹
Ein Christ gibt eher alles andere auf als seine Hoffnung; er weiß, dass sie sein Herz davor bewahrt, zu verzagen, zu zerbrechen, zu ermüden oder zu verzweifeln. Er weiß, dass die Hoffnung ein Strahl Gottes ist, ein Funke Seiner Herrlichkeit, und dass nichts sie auslöschen kann, bis die Seele ganz von Gottes Herrlichkeit erfüllt ist. – Thomas Brooks
¹ Engl. Original A Hopeful Perspective ᴰᵉᵘᵗˢᶜʰ ᵛᵒⁿ ᶠʳᵃⁿᶻ