Der Weg zur Versöhnung
Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Er treu und gerecht, sodass Er uns die Sünden vergibt und uns von aller Ungerechtigkeit reinigt (1. Johannes 1,9).
Von Neuem geboren zu sein, heißt nicht, dass wir nicht mehr sündigen oder dass Sünde ohne Folgen bleibt. Sünde hat immer Auswirkungen – auf unser Leben und auf das Leben anderer. Vor allem aber schadet sie unserer persönlichen Beziehung zu Gott: Sie reißt eine Kluft auf zwischen uns und unserem Vater. Das Bekenntnis ist der Weg, diese Kluft zu schließen. Es kostet uns etwas – so wie es Mühe kostet, eine Beziehung zu einem Menschen zu heilen, den wir verletzt haben.
Das Bekenntnis ist das Mittel, die Folgen unserer Sünden für unsere Beziehung zu Gott zu überwinden. Wenn wir die Schäden nicht regelmäßig durch das Bekennen unserer Sünden „reparieren“, laufen wir Gefahr, dass unser Herz verhärtet und wir uns immer weiter von Ihm entfernen.
Unsere Sünden zu bekennen und Gott um Vergebung zu bitten, ist der Weg zur Versöhnung. Wenn wir vor Ihn treten, unsere Schuld eingestehen und mit aufrichtiger Reue um Vergebung bitten, wird die Kluft geschlossen. Die beschädigte Beziehung wird wiederhergestellt. Wir werden von unserer Ungerechtigkeit gereinigt und können neu Gemeinschaft mit Gott haben.
Gott sehnt sich danach, uns zu vergeben. Das Bekenntnis ist der Weg, auf dem wir Seine Barmherzigkeit und Sein Erbarmen empfangen. ¹
„Seine Sünden vor Gott zu bekennen, heißt nicht, Ihm etwas zu erzählen, was Er nicht schon wüsste. Doch solange du sie nicht bekennst, sind sie der Abgrund zwischen euch. Wenn du sie bekennst, werden sie zur Brücke.“ – Frederick Buechner
¹ Anker: Die Beichte