Die Worte, die wir sprechen
Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder. (Sprüche 16,24; LUT)
Ein paar einfache Worte, gesprochen von bescheidenen Menschen, doch erfüllt vom Geist und der Liebe des Herrn, können im Leben der Zuhörenden auf greifbare und kraftvolle Weise nachhallen.
Es gibt unzählige Situationen, in denen wir – wenn wir nur einen Moment innehalten – schlichte, gütige Worte teilen können, die in ihrer Summe eine tiefgreifende Wirkung auf andere entfalten. Was könnten Sie in alltäglichen Momenten wie diesen sagen: zu einem Freund, der eine schwere Zeit durchmacht? Zu einem Kind? Zu Ihrem Vorgesetzten? Zu einer Lehrkraft? Zu jemandem mit einem bezaubernden Lächeln? Zu einer älteren Dame, die in Würde gealtert ist? Zum Nachtwächter? Zum Gärtner? Zur Straßenkehrerin? Zum Verkäufer im Geschäft?
Die Worte, die wir sprechen – und die uns oft so nüchtern, alltäglich, dürftig, unbedeutend und mitunter unbeholfen erscheinen mögen – können in Wahrheit von unschätzbarem Wert und von enormer Tragweite für die Person sein, zu der – oder über die – wir sie äußern. Was uns als reine Nichtigkeit erscheint, kann für eine hungernde Seele wie Nahrung sein oder wie Wasser für einen Verdurstenden. Was uns in der Gabe so wenig kostet und im Großen und Ganzen so unbedeutend wirkt, kann für einen anderen Menschen schlichtweg alles bedeuten. ¹
Freundliche Worte können kurz und leicht zu sprechen sein, aber ihr Echo ist wahrhaft unendlich. – Mutter Teresa
¹ Anker: Fast nichts oder alles? ᴹᵃⁱˡ